KRÄUTER FUCHS

Geschichte und Herkunft

Oxymel ist keine neue Erfindung – schon unsere Vorfahren kannten und schätzten die Wirkung von Oxymel – ein Sirup aus Honig und Essig, der seit 2500 Jahren in der Weltmedizin verankert ist. Der Begriff kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt Sauerhonig („oxy“ = sauer bzw. „oxos“ = Essig und „meli“ = Honig).

Bereits die Mischung aus Honig und Essig stärkt das Immunsystem und die Abwehrkräfte, wirkt antibakteriell und antiviral, reguliert die Verdauung und den Blutzuckerspiegel, regeneriert die Leber, wirkt entgiftend und entzündungshemmend. Mehr zur Wirkung von Oxymel >

„In Honig und Essig ist eine Kraft, die aus ihrer Vermischung entsteht, so groß, wie sie in keinem von diesen beiden allein besteht…“ – Arzneibuch Antidotarium Mesue (16. Jhdt.)

 

Die Rezeptur von Honig und Essig, die wir heute unter Oxymel kennen, wurde bei den Römern „mel acetatum“ genannt und wurde gerne als Legionärstrunk auf den Schlachtfeldern eingesetzt, um Soldaten gesund und fit zu halten. In der französischen Medizin findet man bis heute ähnliche Namen wie „Acétomellé“ sowie in der arabischen Medizin wurde die einfache Mischung von Honig und Essig „sekanjabin“ und Oxymele mit Heilpflanzen „squingibin“ genannt. Sogar aus der Zeit des Mittelalters wurden Abwandlungen wie „ozzimeli“ oder „oxymelite“ überliefert. 

Die bewährten Methoden sind immer mehr in Vergessenheit geraten, weil sie zunehmend durch Produkte aus der Industrie ersetzt wurden. Doch gerade die ursprünglichen Hausmittel können sehr wertvoll für unseren Körper, unser Immunsystem und unseren Geist sein. Mit dieser schon fast vergessenen Rezeptur findet die Heilkunst unserer Vorfahren wieder einen Weg  zurück in unsere modernen Küchen und unseren schnelllebigen Alltag.

Quellen: Oxymel – Medizin aus Honig und Essig von Gabriela Nedoma, Essig – Natürlich vergoren von Karin Buchart, Das Essighandbuch von smarticular.net